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Die Rhythmische
Gymnastik ist laut Ex-IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch die
"charmanteste und fraulichste Sportart der Welt". Die Verbindung von
Bewegung und Musik, bei gleichzeitiger Handhabung des Gerätes, ist die
Charakteristik der Rhythmischen Gymnastik.
Voraussetzungen sind Körperbeherrschung und Konzentration, ohne Grazie
und Harmonie der Bewegung zu vernachlässigen. In kaum einer anderen
Sportart haben die Aktiven gleiche Möglichkeiten, Ihre Persönlichkeit
zu entfalten und zum Ausdruck zu bringen. Rhythmische Gymnastik ist
Koordination von sportlicher Höchstleistung, ästhetischer Bewegung,
Zeit- und Raumgefühl und gestalterischem Können. |
Rhythmische Gymnastik
wird immer mit Handgeräten und Musikbegleitung ausgeübt. Fünf Geräte
stehen zur Auswahl: Seil, Ball, Reifen, Keulen (2) und Band. Vier
davon werden vom Int. Turnverband für jeweils zwei Jahre für den
Einzelbewerb festgelegt. Das fünfte Gerät kommt dafür im Gruppenbewerb
zum Einsatz. Die Musikbegleitung darf durch ein oder mehrere
Instrumente erfolgen. Gesang ist verboten.
Als Kampfrichterinnen dürfen nur
Damen eingesetzt werden, die eine schwierige Prüfung nach int. Norm
bestanden haben und daher ein hohes Maß an Fachkenntnis und
Situationsge-
wandtheit besitzen. Das Kampfgericht besteht für jede Übung aus einer
A- und einer B-Jury. Die A-Jury bewertet die Komposition und ist in
die Untergruppen "Technischer Wert" (Schwierigkeit des Programmes) und
"Künstlerischer Wert" (Choreografie) getrennt. Die B-Jury beurteilt
die Ausführung. |
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