Rhythmische Sportgymnastik

       
     
 

Kurz vorgestellt

 

 
 
Die Rhythmische Gymnastik ist laut Ex-IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch die "charmanteste und fraulichste Sportart der Welt". Die Verbindung von Bewegung und Musik, bei gleichzeitiger Handhabung des Gerätes, ist die Charakteristik der Rhythmischen Gymnastik.

Voraussetzungen sind Körperbeherrschung und Konzentration, ohne Grazie und Harmonie der Bewegung zu vernachlässigen. In kaum einer anderen Sportart haben die Aktiven gleiche Möglichkeiten, Ihre Persönlichkeit zu entfalten und zum Ausdruck zu bringen. Rhythmische Gymnastik ist Koordination von sportlicher Höchstleistung, ästhetischer Bewegung, Zeit- und Raumgefühl und gestalterischem Können.

 

Rhythmische Gymnastik wird immer mit Handgeräten und Musikbegleitung ausgeübt. Fünf Geräte stehen zur Auswahl: Seil, Ball, Reifen, Keulen (2) und Band. Vier davon werden vom Int. Turnverband für jeweils zwei Jahre für den Einzelbewerb festgelegt. Das fünfte Gerät kommt dafür im Gruppenbewerb zum Einsatz. Die Musikbegleitung darf durch ein oder mehrere Instrumente erfolgen. Gesang ist verboten.

Als Kampfrichterinnen dürfen nur Damen eingesetzt werden, die eine schwierige Prüfung nach int. Norm bestanden haben und daher ein hohes Maß an Fachkenntnis und Situationsge-
wandtheit besitzen. Das Kampfgericht besteht für jede Übung aus einer A- und einer B-Jury. Die A-Jury bewertet die Komposition und ist in die Untergruppen "Technischer Wert" (Schwierigkeit des Programmes) und "Künstlerischer Wert" (Choreografie) getrennt. Die B-Jury beurteilt die Ausführung.
 
       
 
Weichen die Noten der einzelnen Kampfrich-
terinnen zu weit voneinander ab (in Vorschriften geregelt), muss eine Konsultation einberufen werden.
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Seit Jahresbeginn 2001 ist die Höchstnote pro Übung 30.00 (bisher waren es 10.00 Punkte wie z.B. auch beim Kunstturnen). Jede Gymnastin kann pro Kür jeweils maximal 10 Punkte für die drei Bereiche Technik, Künstlerischer Wert und Ausführung erreichen. Das Maximalergebnis im Mehrkampf ist jetzt also 120.00. 
 
Alle Übungen werden auf einer Wettkampffläche von 13x13 m ausgeführt (übertritt eine Gymnastin die Out-Markierung auf dem Wettkampfteppich, hat dies Abzüge von ihrer Endwertung zur Folge). Die Halle muss über der Wettkampffläche mindestens acht Meter hoch sein, wobei auch keine Verstrebungen tiefer liegen dürfen. Sonst könnten Geräte anschlagen oder hängen bleiben.

1963 fand die erste Weltmeisterschaft der Rhythmischen Gymnastik (in Budapest) statt. Seit 1984 ist die Rhythmische Gymnastik olympische Sportart.
 
       
 

 

 

 
       
 

 

 

 
       
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erstellt am 14.05.03